Anlässlich des „Equal Pay Day“ am 07. März und Weltfrauentag am 08. März, macht die FU Wetterau darauf aufmerksam, dass die Gleichberechtigung von Frauen immer noch nicht verwirklicht ist.

„Im Jahr 2022 sind wir von einer echten Gleichstellung der Geschlechter in vielen Bereichen, vor allem in der Arbeitswelt, immer noch weit entfernt. Umso wichtiger ist es, dass wir anlässlich des Weltfrauentags und Equal Pay Day darauf aufmerksam machen und Lösungen erarbeiten, um die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern endlich zu beenden“, sagt die Kreisvorsitzende der Frauen Union Wetterau Beatrice Schenk-Motzko.

Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts verringerte sich die deutsche Lohnlücke um einen Prozentpunkt und liegt nun bei 18 Prozent.

„Auch, wenn der Gender Pay Gap leicht gesunken ist, ist das noch kein Grund zum Feiern. 18 Prozent Lohnunterschied sind immer noch zu viel. Rechnet man den Prozentwert in Tage um, arbeiten Frauen 66 Tage, vom 1. Januar bis zum 07. März 2022 umsonst, erklärt Schenk-Motzko weiter.

Dass die Entgeltlücken zwischen Frauen und Männern noch groß sind, verdeutlicht auch der Hessische Lohnatlas, der im letzten Jahr in der zweiten Ausgabe erschienen ist und die Jahre 2012 bis 2018 umfasst. Besonders deutliche Lücken gibt es im Mittelstand und in Betrieben mit hohem Altersdurchschnitt. Trotz gleicher oder sogar besserer Bildung verdienen Frauen im Beruf immer noch weniger Geld und machen seltener Karriere. Frauen sind weiterhin in Führungspositionen unterrepräsentiert, sie arbeiten nach wie vor hauptsächlich in Teilzeit und übernehmen noch immer den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung oder der Pflege Angehöriger.

„Frauen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und deren Zusammenhalt, dennoch müssen Frauen auf dem Weg zur Gleichberechtigung immer noch große Hürden überwinden. Die Bewertung von Arbeit muss sich an der Leistung und nicht am Geschlecht orientieren. Die Arbeit von Frauen ist nicht weniger wert als die der Männer. Deshalb muss endlich gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die Lohnlücke muss endlich überwunden werden“, betont Schenk-Motzko abschließend.

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