Verwundert reagiert die CDU-Kreistagsfraktion auf Aussagen der Grünen-Fraktion im Wetterauer Kreistag. Die Grünen hatten sich dafür ausgesprochen, dass der Kreis in Nidda ein Schulschwimmbad bauen und betreiben solle. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen nun im Kreistag gestellt. Beantragt wird die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein „gemeinsames Schulschwimmbad“ in Nidda mit Beteiligung des Kreises bei Entwicklung, baulicher Umsetzung und Betrieb. „Wie soll das den anderen Städten und Gemeinden im Wetteraukreis vermittelt werden, wenn wir eine einzelne Kommune in dieser Form bevorzugen?“, fragt CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki. „Wir können keine „Lex Nidda“ schaffen und damit einen Einzelfall kreieren, sondern müssen alle Kreiskommunen im Blick haben.“ Gerade Gedern, Butzbach und Karben hätten in den vergangenen Jahren viel in die Sanierung ihrer Hallenbäder investiert. In Bad Vilbel werde ein neues Schwimmbad gebaut und die Städte Bad Nauheim und Friedberg kooperierten seit Jahrzehnten mit einem gemeinsamen Bad.

Schwimmunterricht ist zweifellos wichtig – und wird vom Wetteraukreis seit zwei Jahren in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß unterstützt. Im Wetteraukreis gibt es aktuell sechs Hallenbäder, die von den Schulen für den Schwimmunterricht genutzt werden, und in den Sommermonaten stehen sechs Freibäder zur Verfügung. Einige Schulen nutzen zudem Schwimmbäder in Nachbarkreisen. Die Kosten für Busfahrten zum Schwimmunterricht übernimmt der Kreis. Darüber hinaus zahlt der Kreis die Eintrittsgelder als freiwillige Leistung. Hier habe die Koalition auf Initiative der CDU gerade vor zwei Jahren die Planungssicherheit für die kommunalen Schwimmbadbetreiber deutlich erhöht. Es werde nicht mehr jeder einzelne Schüler pro Schwimmbadbesuch abgerechnet, sondern der Kreis übernehme die Kosten pauschal für eine ganze Klasse für das gemeldete Halbjahr, unabhängig davon, ob der Schwimmunterricht stattfände oder nicht.

„Damit geht der Wetteraukreis weit über das gesetzliche Maß in der Förderung hinaus. Das ist konkrete Unterstützung des Schwimmunterrichts, ohne populistische Forderungen nach einem Einstieg des Kreises in Bau und Betrieb kreiseigener Hallenbäder“, stellt CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki fest. „Es ist nicht all zulange her, da gab es einen Schuldezernenten der Grünen im Wetteraukreis. Wir haben über seine ganze Amtszeit nie die gehört, dass sich dieser für ein Schulschwimmbad unter Beteiligung des Kreises eingesetzt hat. Offensichtlich befinden sich die Grünen schon im Wahlkampfmodus mit Forderungen, die sie unter Regierungsverantwortung niemals gestellt haben, geschweige denn hätten“, so Wysocki abschließend.

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