Die Koalition aus CDU und SPD im Wetterauer Kreistag hat sich für den Erhalt des Standorts und der Sicherung der Arbeitsplätze beim Automobilzulieferer Continental in Karben ausgesprochen. Nach der Bekanntgabe der Konzernleitung, das Continental Automotive Werk in Karben bis 2024 zu schließen und somit rund 1100 Stellen im Wetteraukreis abzubauen, reagiert die Koalition mit einer Resolution im Kreistag.

„Uns ist es wichtig in dieser schweren Stunde an der Seite der Beschäftigten zu stehen und unsere Solidarität kundzutun. Das Karbener Werk ist einer der größten Arbeitsgeber in unserer Region. Die Automobilbranche wird sich in den nächsten Jahren verändern. Arbeitsplatzabbau und Werkschließungen sind allerdings nicht die richtigen Antworten auf die Veränderungen“, so SPD-Kreistagsabgeordnete Natalie Pawlik und CDU-Kreistagsabgeordneter und Bürgermeister Guido Rahn.

„Continental ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Die Pläne der Konzernleitung sind nicht nachvollziehbar und wir erwarten, dass die Schließungspläne verworfen werden. Als Koalition liegt uns der Erhalt von Arbeitsplätzen und Beschäftigungsperspektiven vor Ort für die Menschen in der Wetterau sehr am Herzen, deshalb wollen wir auch jetzt nicht untätig zusehen“, führen die beiden Fraktionsvorsitzenden Sebastian Wysocki (CDU) und Christine Jäger (SPD) weiter aus.

„Eine Werkschließung würde für Karben einen enormen Verlust bedeuten. Deswegen ist es gut, dass auch aus dem Kreistag deutliche Signale gesendet werden“, betont Guido Rahn.

„Wir werden uns im Sinne der Beschäftigten bei der Landesregierung dafür einsetzen, dass sie ebenfalls auf die Konzernleitung einwirkt“, so die Koalitionspolitiker. Die Resolution der schwarz-roten Koalition soll als Eilantrag in der kommenden Kreistagssitzung am 23.09.2020 diskutiert und beschlossen werden.

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