Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Wetteraukreis/MIT fordert die schnellstmögliche Rücknahme der Vorfälligkeit der Sozialabgaben. „Liquidität ist vor allem für Klein- und mittelständische Unternehmen im Wetteraukreis überlebenswichtig. Die Bundesregierung sollte deshalb unseren Mittelstand gerade in diesen schwierigen Zeiten noch mehr unterstützen, indem die Sozialbeiträge erst im Folgemonat und nicht schon im laufenden Monat abgeführt werden müssen“, fordert Raif Toma, Kreisvorsitzender der MIT Wetterau. Es ist eine Art Liquiditätshilfe! „Diese sollte so schnell wie möglich gelten, da andere Rettungsmaßnahmen bald auslaufen.“ so Toma.

Seit dem Jahr 2005 müssen Arbeitgeber die Sozialabgaben für ihre Mitarbeiter nicht mehr im Folgemonat, sondern im laufenden Monat zahlen. Dies war als vorübergehende Liquiditätshilfe für die Sozialkassen zulasten der Unternehmen gedacht. Nun verfügen die Sozialkassen über finanzielle Spielräume. Die MIT Wetterau fordert ferner, dass der Mittelstand die Chance haben soll, die Rückzahlung der bereits gestundeten Sozialabgaben für zwei Monate, nun bis Jahresende stunden zu dürfen sowie die Aussetzung der Vollziehung der Beiträge gemäß § 76 SGB IV. Ansonsten kommen viele insbesondere junge Unternehmen Ende Mai in massive Finanznöte.

Neben besserer Liquidität würde die Abschaffung der Vorfälligkeit auch zu geringeren Bürokratiekosten führen, da die Doppelbelastung bei der Lohnabrechnung entfällt.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) – vormals Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU – ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT Wetterau setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der regionalen, Landes- und Bundespolitik ein.

Verfasser: MIT-Kreisverband Wetterau

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