Die CDU-Kreistagsfraktion begrüßt die Gründung der Wohnungsbau und -fördergesellschaft im Wetteraukreis mbh durch den Kreistag. „Allen Unkenrufen zum Trotz“, so Alexander Kartmann, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, habe die Kreistagskoalition unter Landrat Jan Weckler ihre Zusage eingehalten und noch vor der Kommunalwahl die Gründung der kreisweiten Wohnungsbau und -fördergesellschaft beschlossen.

Während es der politischen Linken viel zu lange gedauert habe und die wirtschaftsliberale Seite eine kreiseigene Gesellschaft per se ablehne, sei es der CDU-geführten Koalition in vielen Beratungsstunden gelungen, eine Gesellschaft auf den Weg zu bringen, die sich einerseits der wachsenden gesellschaftlichen Herausforderung, der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, stellt. Gleichzeitig, so Kartmann, sei die Gesellschaft gefordert, ihr Handeln auf Basis ökonomischer Grundregeln auszurichten.

Kartmann: „Ohne Frage besteht eine große Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, die die Politik auf allen Ebenen angehen muss. Daher steht auch die CDU-Fraktion zur Gründung der GmbH und zur Einlage von 2,1 Mio. Euro durch den Kreis.“ Es gehöre aber nicht zu den ureigenen Aufgaben des Wetteraukreis mit Millionenbeträgen, die man dann wieder über die Kreisumlage den Kommunen und den Steuerzahlern abnehmen müsse, Wohnungsbau zu subventionieren. Wohnungsbau sehe man in den Reihen der CDU generell bei den Kommunen, die auch über die notwendigen Flächen verfügen oder zumindest die Bauleitplanung dazu innehätten. Gleichzeitig sei es Aufgabe von Bund und Ländern, sich über die rechtlichen Voraussetzungen und die Finanzierungsinstrumente Gedanken zu machen. Die Gesellschaft gehe daher ganz bewusst den Weg, die Städte und Gemeinden einzubinden und ihnen entweder mittels Fördermittel oder ganz konkret mit Baumaßnahmen durch die Gesellschaft, beim Ausbau von bezahlbarem Wohnraum zu helfen. Für die CDU-Kreistagsfraktion sei es darüber hinaus wichtig, dass eine automatische Nachschusspflicht des Wetteraukreises, wie es das ursprüngliche Konzept eines Zweckverbands vorsah, vom Tisch sei.

„Die Aufgabe“, so Kartmann weiter, „bezahlbaren oder sozialen Wohnraum heutzutage kostendeckend zu bewirtschaften ist nicht unmöglich aber eine Herausforderung“. Es müsse daher den zukünftigen Verantwortungsträgern vorbehalten bleiben, das Kreisengagement immer wieder neu zu bewerten und zu entscheiden, ob weitere Mittel investiert werden sollten oder nicht. Kartmann: „Sozial ja, sozialistisch nein!“ Wer wie die politische Linke dauerhafte, mehrstellige Millionensubventionen fordere, müsse einerseits die Frage beantworten, wo man das Geld hernehme. Nicht einfacher sei die Frage zu beantworten, wo alle diese Wohnungen gebaut werden sollen, wenn insbesondere die Kommunen mit der größten Nachfrage nach Wohnraum derzeit einer Beteiligung eher ablehnend gegenüberstehen.

Kartmann: „Wir sind dank der Arbeit der Verwaltung, der Unterstützung der externen Berater und den vielen Diskussionen in der Koalition jetzt bei einem Modell angelangt, das dem bezahlbaren Wohnraum im Wetteraukreis Vortrieb verleihen wird und dies gleichzeitig auf Basis wirtschaftlichen Handels erfolgen soll.“ Dies gelte es jetzt umzusetzen.

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