Die CDU-Kreistagsfraktion zeigt sich verwundert über die Behauptung der FDP, der Wetteraukreis bereite sich nicht auf die drohende Energiekrise vor und schweige über bisherige und geplante Maßnahmen.

„Offensichtlich hat die FDP in der vergangenen Kreistagssitzung nicht zugehört. Das ist bedauerlich, denn Landrat Jan Weckler hat in seinen Mitteilungen ausführlich über die vielen verschiedenen Maßnahmen berichtet, die ergriffen werden, um Energie zu sparen“, erklärt Patrick Appel, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Jetzt zu behaupten, der Kreis sei untätig und schweige, zeuge im besten Falle von Unwissenheit und Unaufmerksamkeit, „im schlimmsten Fall aber von bewusster Augenwischerei.“

Angesichts der sich zuspitzenden Situation schalte der Kreis nicht nur kurzfristig seine Heizungsautomatik gänzlich ab, schaffe sogenannte „Behörden-Thermostate“ an und prüfe für den Herbst und Winter eine Absenkung der Raumtemperatur in allen Gebäuden; auch Wasserboiler würden abgestellt und alle Wetterauer Schulen per Rundschreiben über empfohlene Energiesparmaßnahmen informiert. Der Katastrophenschutz sei in die Vorbereitungen eingebunden und stehe zudem mit der Oberen sowie der Obersten Katastrophenschutzbehörde, also dem Regierungspräsidium und dem Land Hessen, in Austausch. Darüber hinaus habe der Kreis bereits vor Jahren eine langfristige Strategie erarbeitet, die konsequent umgesetzt werde – so etwa die bauliche Sanierung aller kreiseigenen Gebäude, der Austausch von veralteten Heizungen und Lüftungen, das Umrüsten von Lampen und Leuchten auf LED oder klimafreundliche Mobilität.

„Der Wetteraukreis tut, was auf kommunaler Ebene möglich ist, um die drohende Energiekrise vor Ort abzufedern. Die tatsächliche Verantwortung dafür trägt jedoch die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene, die lieber auf Zeit spielt anstatt entschieden zu handeln und in ihrer Uneinigkeit in sämtlichen Fragen der Energiekrise ein geradezu peinliches Bild abgibt“, so Michael Hahn, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion..

Auch den Vorwurf, der Kreis gehe nicht transparent genug vor, will die CDU nicht gelten lassen: „Der Wetteraukreis hat in den vergangenen Wochen in Pressemitteilungen, auf seiner Website und auf den sozialen Medien darüber informiert, dass sich die Lage zuspitzt und Maßnahmen ergriffen werden. Offenbar hat die FDP auch davon nichts mitbekommen“, so Appel und Hahn. Darüber hinaus weite der Kreis seine Klimaschutz-Website aus, um Tipps und Hinweise zum kurzfristigen Energiesparen für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung zu stellen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien bereits ausführlich informiert worden.

„Wir können alle einen Beitrag dazu leisten, Energie einzusparen – und so hoffentlich verhindern, dass es im Herbst und Winter zu Engpässen kommt. Dabei ist es wenig hilfreich, dem Landrat den schwarzen Peter für das unentschlossene Handeln der Bundesregierung zuzuschieben und einen Runden Tisch oder einen Plan für Maßnahmen zu fordern, die schon längst ergriffen wurden“, betonen Appel und Hahn.

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