Die in der letzten Kreistagssitzung beschlossene Umstrukturierung der Jugend- und Sozialhilfekommission in zwei eigenständige Gremien begrüßt der Arbeitskreis Soziales der CDU-Kreistagsfraktion ausdrücklich und entgegnet damit der Kritik von Wolfgang Dittrich, Referent für gesellschaftliche Verantwortung beim Evangelischen Dekanat.

„Herr Dittrich befürchtet, dass die Trennung in zwei eigenständige Gremien einen Rückschritt bedeute und die Sozialhilfekommission als zahnloser Tiger daherkommen könnte. Diese Befürchtung ist absolut unbegründet. Tatsache ist, dass bereits in der letzten Wahlperiode deutlich wurde, dass das Aufgabenfeld der Jugend- und Sozialhilfekommission viel zu umfangreich und damit nicht leistbar war. Die Mitglieder der Kommission wurden mit der Fülle der Aufgaben förmlich erschlagen und haben daher nicht grundlos bereits Ende des letzten Jahres von sich aus um Unterstützung gebeten“, so Arbeitskreis-Leiter Dirk Vogel.

Laut Vogel werden die beiden Gremien die Schnittstelle zwischen ehrenamtlicher und hauptamtlicher Kommunalpolitik, der Kreisverwaltung und den Organisationen, die im Jugend- und Sozialbereich tätig sind, bilden. In der Entscheidung sehe die CDU eine echte Weiterentwicklung und Verbesserung des alten Systems und kein Lippenbekenntnis, sagte Vogel.

Auch die Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch (SPD) unterstütze die Neuausrichtung der Gremien. „Wie die Dezernentin in der Kreistagssitzung erklärte sind die Bereiche Jugend- und Sozialhilfe besonders wichtig und erfordern deshalb eine breite Beteiligung der freien Träger und Akteure im Wetteraukreis. Eine Aufteilung in Jugendhilfeausschuss auf der einen und eine Sozialhilfekommission auf der anderen Seite gewährleistet genau das“, zitiert Vogel.

Er sei überzeugt, dass die Trennung in einen eigenständigen Jugendhilfeausschuss und eine neu zu bildende Sozialhilfekommission folgerichtig und sinnvoll ist. „Uns war bei der Entscheidung auch wichtig, dass die Bedeutung der freien Träger im Wetteraukreis durch diese Neuregelung deutlich gestärkt wird. Ich bin mir sicher, dass auch Herr Dittrich diese Entscheidung nach einer gewissen Laufzeit gutheißen werden kann“, so Vogel abschließend.

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