Die Kreistagsfraktion der CDU Wetterau zeigte sich verwundert über einen Antrag der FDP, in welchem diese einen Neubau der Wartbergschule in Friedberg fordert. „Ein Neubau der Wartbergschule in Friedberg ist derzeit völlig unrealistisch und zeigt, mit welchen unseriösen Forderungen die FDP in den Kommunalwahlkampf zieht. Allein aufgrund eines Gespräches mit der Schulleitung einen Neubau zu fordern, ist realitätsfern. Vorher sollte man sich intensiver mit den umgesetzten und geplanten Maßnahmen auseinandersetzen“, so der bildungspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Manfred Jordis.

Der Wetteraukreis hat 2016 bis 2019 rund eine halbe Millionen Euro in die Wartbergschule investiert. Weitere Maßnahmen in Höhe von fast 800.000 Euro sind derzeit geplant und befinden sich in der Umsetzung, z.B. werden drei Räume der Johann-Philipp-Reis-Schule im Gebäude A unter der Volkshochschule umgebaut, damit diese ab 2021 von der Wartbergschule genutzt werden können. Dies verstärkt die strategische Zusammenarbeit zur Berufsorientierung zwischen Wartbergschule und Johann-Philipp-Reis-Schule. „Diesen Investitionen in die Wartbergschule hat die FDP bei den vergangenen Haushaltsberatungen nicht widersprochen, somit ist es sehr verwunderlich, dass diese nun von der FDP in Frage gestellt werden“, so Jordis.

In ihrem Antrag verweist die FDP auf den Neubau der Hans-Thoma-Schule in Oberursel, welcher für 200 Schülerinnen und Schüler vorgesehen ist und 30 Millionen gekostet hat. Somit besuchen fast doppelt so viele Schülerinnen und Schüler diese Schule, ein Vergleich mit der Wartbergschule ist daher unpassend.

„Der Wetteraukreis ist in regelmäßigem Gespräch mit der Schulleitung, kennt deren Wünsche und setzt geplante Investitionen auch unter widrigen Umständen in der Regel zeitnah um. Die Forderung eines Neubaus für 30 Millionen Euro ist realitätsfern und unnötig, deshalb liebe FDP, kommt zur Sachlichkeit zurück, und hört auf mit dem Wunschkonzert“, so Jordis abschließend.

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