Mit Verständnis reagiert die CDU-Kreistagsfraktion auf den offenen Brief der Schulelternbeiräte der Gesamtschule Konradsdorf, der Keltenbergschule Stockheim, der Maria-Sybilla-Merian-Schule Ortenberg sowie des Wolfgang-Ernst-Gymnasiums.

„Wir begrüßen die offenen Worte im Brief an die Kreistagsmitglieder und unterstützen diese“, kommentiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Patrick Appel den offenen Brief. Dabei sei die beschriebene Situation in der CDU-Fraktion in der vergangenen Woche Thema gewesen und ausführlich diskutiert worden. Die CDU teile die Ansicht, dass die Schülerbeförderung in diesem Maße nicht zufriedenstellend sein könne und verstehe, dass Emotionen von Eltern -aber auch die von Kindern und Jugendlichen- hochkochen. „Nicht zu wissen, ob der Bus kommt, ob das Kind abgeholt wird, oder ob man es rechtzeitig zu einer Klausur schafft, ist absolut unbefriedigend. Wir begrüßen den Einsatz der Elternbeiräte und kommen mit den Vertreterinnen und Vertretern am Rande des Kreistages gerne ins Gespräch“, so Appel weiter. Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass die Umstände, kurzfristig einen Ersatz auf den beschriebenen Linien zu finden, alles andere als günstig seien.

„Aktuell gibt es auf dem Markt keine Busfahrer, die schnell eingestellt werden können. Der Arbeitskräftemangel zeigt sich hier auch ganz konkret. Zu dieser Wahrheit gehört wohl auch, dass der Beruf des Busfahrers trotz vieler Aktionen und Benefits bei den Unternehmen nicht zu den gefragtesten Berufen gehört. Dies kann aber auch nicht den von vielen Eltern oder Schülerinnen und Schülern beschriebenen schlechten Umgang einzelner Busfahrer entschuldigen!“

Unternehmen, die zu den nötigen Spitzenzeiten freie Kapazitäten haben, seien Mangelware. „Trotz all den Umständen vertrauen wir darauf, dass die VGO kurzfristig einen Partner findet, der die Spitzen abfangen und so einen planungsmäßigen Transport garantieren kann“, so Appel abschließend. Hier fänden gerade Gespräche statt.

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