Wie werden wir künftig wohnen? In der Antwort auf diese Frage verschmelzen die großen aktuellen Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Inklusion und Generationengerechtigkeit. Das zukunftsweisende Genossenschaftsprojekt „Leben an den Klostergärten“ lernte CDU-Bundestagskandidat Armin Häuser bei einem Besuch in Niddatal-Ilbenstadt kennen.

Seit über 20 Jahren ist der innerhalb der Klostermauern liegende Gutshof des Klosters Ilbenstadt verwaist. Die aus der 1987 in Frankfurt am Main gegründeten Ökobank hervorgegangene Genossenschaft Oekogeno (aktuell mit Sitz in Freiburg) möchte das historische Ensemble durch denkmalgerechte Sanierung wiederbeleben. Ergänzt durch einen architektonisch angepassten genossenschaftlichen Neubau in Holzbauweise mit 31 überwiegend barrierefreien Wohnungen, soll der ehemalige Gutshof zum inklusiven Lebensraum werden für junge Familien, Menschen mit Handicap, Senior*innen, Singles und Paare, die sich allesamt dem Gemeinschaftsgedanken verpflichtet fühlen. Der umliegende, etwa einen Hektar große Park (künftig nach Plan auch wieder mit einem dem früheren Klostergarten nachempfundenen Nutzgarten) soll ebenso wie die im historischen Kutscherhaus geplanten Gemeinschaftsräume oder der Hofladen der Öffentlichkeit zugänglich sein.

Für Projektleiter Joerg Weber, einst Mitbegründer der Ökobank und seit Jahren in Niddatal ansässig, ist das Projekt „Leben an den Klostergärten“ eine Herzensangelegenheit. Gemeinsam mit Architektin Alexandra Vydra führte er Armin Häuser, Ersten Stadtrat Kurt Meisinger, Stadtrat Manuel Klein und Fraktionsmitglied Hanno Schäfer sowie Praktikantin Tabea Heffe durch die gegenüber der Basilika liegende Anlage. Seit längerer Zeit bereitet Weber in Kooperation mit der Stadt Niddatal das Projekt vor. Verzögerungen ergeben sich immer wieder, teils aus planerischen, aber auch aus archäologischen Gründen: „Wir stehen hier auf Gelände, das seit 800 Jahren bebaut und bewirtschaftet ist. Wo immer wir graben, stoßen wir auf Relikte aus früherer Zeit“, erläuterte Vydra.

Armin Häuser zeigte sich sehr beeindruckt von dem ambitionierten Vorhaben, das nach Vorliegen der nötigen Genehmigungen ab 2022 umgesetzt werden soll: „Dieses Projekt ist in mehrfacher Hinsicht innovativ und nachhaltig: Es schafft Wohnraum für bis zu 80 Menschen, ohne wertvolles Ackerland zu verbrauchen; es führt gewachsene Historie zu modernen Bedingungen fort; es setzt hinsichtlich unserer gesellschaftlichen Entwicklung nachahmenswerte Akzente. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und werde Sie gerne bei Bedarf unterstützen“, verabschiedete sich Häuser mit dem Versprechen wiederzukommen.

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