Die Kreisvorsitzende der Wetterauer CDU und Mitglied im CDU-Bundesvorstand, Staatsministerin Lucia Puttrich, beurteilte in der letzten Sitzung des CDU-Kreisvorstandes das Votum des SPD-Bundesparteitages für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen sehr positiv. „Das Ergebnis der Sondierungsgespräche zeugt von Kompromissbereitschaft auf allen Seiten. Jetzt müssen zügig Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden, denn Deutschland braucht eine stabile Regierung.“ Puttrich selbst wird in der Arbeitsgruppe „Europa“ bei den Koalitionsverhandlungen mitberaten.

Zur Kampagne der Jusos, in die SPD einzutreten, um in dem Mitgliederentscheid den Koalitionsvertrag abzulehnen, sagte Puttrich: „Es ist schon ein eigenartiger Vorgang, den die Jusos initiieren. Aber wir respektieren das eben. Wenn die neugewonnen Mitglieder dauerhaft bleiben, dann ist das gut für eine Partei. Davor habe ich Respekt. Eine punktuelle Mitgliedschaft zeugt aber nicht von dem Willen, innerparteilich verantwortlich mitzugestalten.“ Die SPD und ihr politischer Nachwuchs seien in einer schwierigen Situation. Puttrich weiter: „Es geht hier aber nicht um Parteipolitik, sondern um Deutschland. Die beiden stärksten Parteien tragen eine staatspolitische Verantwortung, die stets vor Parteipolitik stehen sollte.“ Dazu gehöre auch, Zugeständnisse zu machen und zum Vorteil für Deutschland Kompromisse einzugehen. „Das nennt sich Demokratie“, so die CDU-Kreisvorsitzende.

Überwiegend zufrieden zeigt sich der Stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Mario Beck (Karben) mit den inhaltlichen Ergebnissen der Sondierungen: „Wir haben im Kreisvorstand wie auch in unseren Verbänden das Sondierungsergebnis intensiv diskutiert. Besonders positiv wurde dabei anerkannt, dass Union und SPD die richtigen Finanz- und Investitionsschwerpunkte setzen. Das gilt vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Unterstützung für Kommunen, Aufwertung der Pflegeberufe sowie der Aufstockung von Polizei und Justiz. Auch der Kompromiss bei der Zuwanderung wurde sehr begrüßt. Die gefundene Lösung mit steuernden und begrenzenden Instrumenten wie der Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten einerseits und dem Fachkräfte-Zuwanderungsgesetz andererseits kann enorm helfen, unsere Gesellschaft in dieser wichtigen Frage zusammenzuhalten. Schließlich ist die Absage an Steuererhöhungen und die Soli-Senkung ein klarer Erfolg der Union, von dem sehr viele Bürgerinnen und Bürger profitieren werden, wenn die SPD das Verhandlungsergebnis weiterhin mitträgt.“

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