(jh) „Es besteht immer noch Handlungsbedarf bei der gleichen Entlohnung, dem Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienphase und dem Aufstieg in Führungspositionen. Darüber hinaus muss die Situation der Flüchtlingsfrauen noch stärker in den Blick genommen und deren Gleichberechtigung eingefordert und unterstützt werden. Jetzt gilt es, auch ihnen ein Leben in Selbstbestimmung in unserem Land zu ermöglichen“, erklärte Kreisvorsitzende Jutta Heck.

„Es darf keine Rücksicht und falsch verstandene Toleranz gegenüber kulturell-religiös begründeter Diskriminierung oder gar Gewalt gegen Frauen geben. Was für uns selbstverständlich geworden ist, muss den Flüchtlingen als unverrückbare Grundlage des Zusammenlebens vermittelt werden. Frauenrechte sind nicht kulturell verhandelbar“, betonte die Vorsitzende der Wetterauer Frauen Union. Für Traditionen und Verhaltensweisen, die mit dem Prinzip der Gleichberechtigung nicht vereinbar seien, „gibt es keinen Platz in unserem Land.“

„Wer dauerhaft bei uns leben will, muss Ja zur Gleichberechtigung als zentralem Element unserer Grundordnung sagen. Wem sie nicht vertraut ist, der muss an das Prinzip der Lebensgestaltung in Freiheit unabhängig vom Geschlecht herangeführt werden.“ An der Frage der Durchsetzung der Gleichberechtigung der Flüchtlingsfrauen werde sich auch entscheiden, ob Integration dauerhaft gelinge.

Mit dem Weltfrauentag werde an den Kampf um gleiche Rechte für Frauen, deren Verankerung im Selbstverständnis der Gesellschaft und Durchsetzung im Alltag erinnert. Diese frauen- und gesellschaftspolitische Aufgabe stelle sich nun erneut für die Zuwanderer. „Angesichts dieser Herausforderung ist der Weltfrauentag aktueller denn je“, so Heck.

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