Im Rahmen einer Ortsbegehung durch den Niddataler Ortsteil Kaichen informierte sich der Erste Kreisbeigeordnete und CDU-Landratskandidat Jan Weckler gemeinsam mit dem örtlichen CDU-Stadtverband über die Arbeit des Vereins Dorfentwicklung Kaichen e.V..

Der gemeinnützige Verein bietet seit 2010 einen organisatorischen Rahmen, um Projekte im Bereich des Dorferneuerungskonzeptes zu unterstützen und bei Bedarf weiterzuentwickeln.

Horst Alsleben, zweiter Vorsitzender des Vereins und Mario Müller erläuterten während einer Führung durch das Alte Schulhaus den aktuellen Stand der dortigen Sanierungsarbeiten. 1782 erbaut diente das Gebäude zunächst als Sitz der Verwaltung des Freigerichtes durch die Burg Friedberg und anschließend seit der Einführung der Schulpflicht in Oberhessen als Schule und Wohnung für Lehrkräfte. Von der ursprünglichen hoheitlichen Funktion der Burg Friedberg bis 1806 zeugt heute noch der im Giebel zu sehende Reichsadler.

Als sozialer und kultureller Mittelpunkt von Kaichen wurde das Schulhaus dann in vielfältiger Weise genutzt. 130 Schulkinder und zwei Lehrkräfte brachten die Räumlichkeiten jedoch 1841 an ihre Grenzen, sodass 1902 am Ortsrand die neue Schule gebaut wurde. Anschließend wurde das Schulgebäude bis vor wenigen Jahren mit Unterbrechung während des Zweiten Weltkrieges als Wohnhaus für Kaichener Bürger genutzt. Über die Jahre ist in dem Gebäude allerdings ein eklatanter Sanierungsrückstand entstanden.

Daher erstellte der Verein Dorfentwicklung Kaichen nach den Wünschen der Kaichener Bürger und in Absprache mit den Denkmalbehörden ein Nutzungskonzept, welches im Obergeschoss zwei kleinere Wohnungen vorsieht, sodass für ein Teil des Gebäudes eine marktübliche Miete erzielt werden kann. Im Erdgeschoss entstehen zwei kleinere Tagungsräume, die Vereinen und anderen Nutzern zur Verfügung gestellt werden können. „Die Nebenkosten sollen von den Mietern und Nutzern übernommen werden, so entstehen für die Stadt keine finanziellen Belastungen“, so Alsleben. „Durch ehrenamtliches Engagement entsteht im Mittelpunkt des Dorfes ein wahres Schmuckkästchen. Der historische Ortskern wird durch dieses Vorzeigeprojekt erheblich aufgewertet. Das Projekt zeugt zugleich von einer guten Verbindung zwischen Denkmalschutz und moderner Nutzung“, ist Jan Weckler überzeugt.

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