Mit Verwunderung haben die Koalitionsfraktionen aus CDU und SPD zur Kenntnis genommen, dass die beiden FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn und Wolfgang Patzak in einer Pressemitteilung kritisieren, dass die für die 33. Kalenderwoche angesetzten Ausschusssitzungen des Wetterauer Kreistags abgesagt wurden.

„Es ist schon unverschämt, zu behaupten, dass es trotz anstehender Themen häufig zur Absage von Sitzungen des Kreistags komme und die Koalition schwierige Themen nicht angehe. Das entspricht einfach nicht der Wahrheit“, so die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Jäger und der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Appel und weiter: „Zunächst einmal ist richtig zu stellen, dass es im parlamentarischen Geschäft ein völlig normaler Vorgang ist, dass Sitzungen auch mal abgesagt werden. Die Ausschüsse tagen eben nur dann, wenn ihnen der Kreistag Themen zugewiesen hat. Diese Themen sind meist die Folge aus Anträgen, die die Fraktionen in den Kreistag einbringen. Vor diesem Hintergrund könnte man auch mal erwähnen, dass die FDP-Fraktion weder in der letzten, noch für die kommende Kreistagssitzung im August eigene Anträge eingebracht hat. Aktuell liegen den Ausschüssen entweder keine eiligen Themen oder keine neue Erkenntnisse zu diesen vor, sodass die Sitzungen abgesagt wurden. Hätten die Sitzungen trotzdem stattgefunden, so würde die FDP jetzt sicherlich stattdessen lautstark eine ‚Zeit- und Geldverschwendung‘ kritisieren. Wie man es auch macht, die FDP meckert“, so die Kreistagspolitiker.

Auch die Behauptung der beiden FDP-Politiker, dass die hauptamtliche Kreisspitze mit Landrat Joachim Arnold, Erstem Kreisbeigeordneten Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Stephanie Becker-Bösch in den letzten Monaten „weitgehend belanglose Pressemeldungen“ herausgegeben haben, sei eine Frechheit, so Jäger und Appel. „Herr Hahn würdigt mit seiner Aussage viele wichtige in den vergangenen Monaten abgehandeltete Themen in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft und Soziales herab. Man spürt leider schon jetzt deutlich, dass er die Wahlkampfkeule herausgeholt hat, um für sich selbst und seine Partei die Werbetrommel zu rühren. Das ist keine sachliche Politik, sondern Wahlkampf“, so Jäger und Appel abschließend.

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