Unter der Federführung des Landtagsabgeordneten Tobias Utter berieten die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Wetterau am vergangenen Wochenende in der Wetterauhalle Wölfersheim den Programmentwurf der CDU Hessen zur anstehenden Landtagswahl am 28. Oktober.

Bereits zu Jahresbeginn rief die hessische Union zu einer aktiven Beteiligung bei der Gestaltung des Programms auf. Im Rahmen eines virtuellen Programmhauses können sich alle Bürgerinnen und Bürger über die Leistungsbilanz der Landesregierung in den letzten Jahren informieren und konkrete Vorschläge für die Zukunft in Hessen einreichen.

Vor der parlamentarischen Sommerpause formulierte der Landesvorstand der CDU Hessen einen Programmentwurf zur Landtagswahl 2018, der nun in den Kreisverbänden beraten und abschließend auf dem Landesparteitag am 8. September in Offenbach verabschiedet wird.

„Bei der Beratung des Programmentwurfs ist es wichtig, dass strittige Passagen nicht nur angemerkt und als solche gekennzeichnet werden. Entscheidend sind konkrete Alternativen, die schriftlich formuliert an den Kreisvorstand der CDU Wetterau gehen und nach dessen Prüfung an die CDU Hessen weitergeleitet werden“, erläutert Utter die Vorgehensweise zu Beginn der Beratungen.

Im Themengebiet „Arbeit und Wirtschaft“ diskutierten die Teilnehmer vor Allem über die Chancen und Risiken der Digitalisierung. Neben der Schaffung eines Digitalministeriums sind der flächendeckende Breitbandausbau und die zukünftige Etablierung des sogenannten „5G-Mobilfunknetzes“ wichtige Bausteine um die hessische Wirtschaft auch in Zukunft auf hohem Niveau wettbewerbsfähig zu halten.

Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor dem Bildungssektor nicht halt. Um die nachfolgenden Generationen gut auf die sich verändernde Arbeitswelt vorzubereiten, ist eine fundierte Ausbildung in den Fachgebieten Technik und Informatik an unseren Schulen unerlässlich. Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Teilnehmer jedoch im Bereich der universitären Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie deren Bezahlung. Der duale Ausbildungsgang soll umstrukturiert werden, sodass künftige Lehrer nach einer Grundausbildung sofort in den Schuldienst integriert werden. In diesem Zusammenhang sollen bereits vor der Aufnahme des Studiums sogenannte pädagogische Vorgespräche geführt werden, um die Eignung der Studenten zu gewährleisten. Weiterhin soll die Entlohnung von Grundschullehrern auf das Niveau von Haupt- und Realschullehrern angehoben werden.

In weiteren Änderungsvorschlägen wurden unter anderem der Ausbau der sogenannten „S-Bahn-Tangente Ost“ zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Einführung eines weiteren gesetzlichen Feiertages eingebracht. „Der Kreisvorstand wird darüber entscheiden, ob er einen der Vorschläge aufgreifen wird. Zum einen wird gefordert den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag einzuführen. Dabei wird auf die Erfahrungen im Reformationsjubiläumsjahr 2017 und die Beschlüsse in norddeutschen Bundesländern verwiesen. Zum anderen wird die Überlegung ins Spiel gebracht, den Buß- und Bettag wieder einzuführen, der sich an alle Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit wendet“, fasste Tobias Utter die Meinungen der Teilnehmer zusammen.

„Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereits im Rahmen der Programmgestaltung eingebracht haben und lade herzlich dazu ein weiterhin von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Unsere Demokratie lebt von der Teilnahme aller Bürgerinnen und Bürger und bleibt nur auf diesem Weg lebendig“, so Utter abschließend.

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