(jh) „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, fordert die Frauen Union Wetterau anlässlich des Equal Pay Days, der zum zehnten Mal begangen wird. Das Datum des Aktionstags – 18. März 2017 - markiert den Zeitraum, den Frauen über das Jahresende hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. „Frauen verdienen in Deutschland 21 Prozent weniger als Männer. Der Aktionstag hat nach wie vor seine Berechtigung. Es ist ein Armutszeugnis, dass sich in den letzten Jahren so gut wie nichts verändert hat – die Lohnlücke ist seit 2008 gerade mal um 2 Prozent gesunken. Deutschland weist beim geschlechtsspezifischen Lohngefälle den vierthöchsten Wert in der EU auf“, erklärte die Kreisvorsitzende der Frauen Union Wetterau, Jutta Heck. Die Ursachen seien vielfältig. „Einen entscheidenden Anteil haben Teilzeitbeschäftigung und Minijobs, für die sich viele Frauen entscheiden, um Familie und Beruf vereinbaren zu können“, gibt Jutta Heck zu bedenken. Dies und die Tatsache, dass in Berufen mit hohem Frauenanteil geringere Löhne gezahlt würden, erkläre die Lohnlücke aber nur zu zwei Drittel. „Laut Statistischem Bundesamt verdienen Frauen bei gleicher Qualifikation für die gleiche Arbeit durchschnittlich sieben Prozent weniger als Männer. Dies ist diskriminierend und durch nichts zu rechtfertigen“, betonte die CDU-Politikerin. Dieses Phänomen sei auf allen Qualifikationsstufen und in nahezu allen Berufen zu finden. Appelle an die Vernunft reichten nicht aus, um eine Verbesserung zu erzielen. „Das Entgelttransparenzgesetz ist daher eine richtige Weichenstellung. Darüber hinaus kann das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit ein Beitrag zu mehr Chancengleichheit im Erwerbsleben sein“, so Heck.

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