Überrascht zeigt sich die Wetterauer CDU-Kreistagsfraktion vom Sinneswandel der SPD-Landratskandidatin Stephanie Becker-Bösch zur Ausländerbehörde des Wetteraukreises wenige Tage vor der Landratswahl. Während der ehemalige SPD-Landrat Joachim Arnold jede Personalverstärkung über den Stellenplan hinaus bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt Ende des Jahres 2017 abgelehnt habe, schließe sich Becker-Bösch nun den Forderungen des Ersten Kreisbeigeordneten Jan Weckler an, der schon lange eine Personalverstärkung gefordert habe. „Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass die Landratskandidatin dabei versucht, den ‚Schwarzen Peter‘ für die Situation ihrem Mitbewerber Jan Weckler zuzuschieben, obwohl völlig auf der Hand liegt, dass die Situation allein durch den rigiden Personalabbau des ehemaligen SPD-Landrats zustande gekommen ist“, kritisiert CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki. „Jan Weckler hat bereits im vergangenen Jahr in seiner Funktion zahlreiche strukturelle Veränderungen eingeführt, die zu Verbesserungen geführt haben. So besteht mittlerweile ein eigener Anmeldeschalter nur für die Ausländerbehörde. Die, zu Beginn seiner Amtszeit noch herrschenden, teils chaotischen Zustände vor Öffnung der Behörde wurden durch ein Nummernsystem strukturiert und entschärft. Außerdem ist über das Internet mittlerweile einsehbar, welche Nummer gerade bearbeitet wird. Damit muss eine Wartezeit nicht durchgängig im Wartebereich verbracht werden“, betont Wysocki.

Dass die Situation aber nach wie vor unbefriedigend sei, liege in erster Linie an der unzureichenden Personaldecke, die zu einer Überforderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geführt habe. Hier habe Vize-Landrat Jan Weckler klargemacht, dass es einen verbindlichen Schlüssel für die maximale Fallzahl pro Sachbearbeiter geben müsse. „Das unterstützt die CDU-Kreistagsfraktion uneingeschränkt, weil damit eine Verbesserung der Situation absehbar ist“, so CDU-Fraktionschef Sebastian Wysocki abschließend.

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