Beim Kleinen Parteitag der Wetterauer CDU am Montagabend in Wölfersheim zog die CDU-Kreisvorsitzende Lucia Puttrich eine erste Bilanz der Bundestagswahl: „Die Union ist erneut stärkste Partei geworden und hat den Regierungsbildungsauftrag unter Führung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten. Mit den CDU-Abgeordneten Oswin Veith und Dr. Peter Tauber bleibt der Wetteraukreis weiterhin bestens in Berlin vertreten. Unseren Wählerinnen und Wählern danken wir herzlich für ihr Vertrauen“, erklärte Puttrich unter dem Beifall der Delegierten. Blumen und Applaus gab es auch für den ebenfalls am Sonntag gewählten neuen Bürgermeister der Kreisstadt Friedberg, Dirk Antkowiak. „Antkowiak ist der richtige Mann für Friedberg“, so Puttrich.

Bezogen auf die Bundestagswahl sagte Puttrich, dass die CDU zwar grundsätzlich ihre Wahlziele erreicht, jedoch ein besseres Ergebnis angestrebt habe. „Das Ergebnis stellt uns nicht zufrieden“, machte Puttrich klar. Die CDU werde das Wahlergebnis analysieren, mögliche Gründe herausarbeiten und dafür kämpfen, unsere Wähler zurückzugewinnen. „Auch wenn die objektiven Zahlen in unserem Land gut sind, haben offensichtlich viele Menschen Verlustängste. Das scheint sich quer durch die Gesellschaft zu ziehen. Erste Analysen zeigen, dass die Union deutlich mehr Stimmen an die FDP, als an die AfD verloren hat. Nachdenklich stimmt aber auch, dass rund 1,1 Millionen ehemalige Nichtwähler die AfD gewählt haben“, betonte Puttrich.

Die CDU als mit Abstand stärkste politische Kraft habe einen klaren Regierungsbildungsauftrag erhalten, so Puttrich und weiter: „Deutschland braucht eine stabile Regierung. Dazu werden in den kommenden Wochen zahlreiche Sondierungsgespräche notwendig sein, um Koalitionsmöglichkeiten auszuloten.“ Die Verweigerung der SPD, Gespräche zur Regierungsbildung zu führen, bezeichnete die CDU-Kreisvorsitzende als inakzeptabel und verantwortungslos. „Die SPD entzieht sich ihrer Verantwortung den Wählerinnen und Wählern gegenüber. Bei einem solchen Wahlergebnis darf sich die SPD nicht aus der Verantwortung ziehen und Gespräche verweigern. Das AfD-Ergebnis ist eine Herausforderung für die bundesdeutsche Politik und diese meistert man eben nicht durch Totalverweigerung. Offensichtlich stellt die SPD das Interesse ihrer eigenen Partei vor das Wohl des Staates“, kritisierte Puttrich deutlich. Die Regierungsbildung werde nach Einschätzung Puttrichs ausgesprochen schwierig, deswegen müsse man in einer solchen Situation Ruhe bewahren, um nüchtern Chancen auszuloten und in Ruhe zu verhandeln.

Der Dank galt an diesem Abend auch den zahlreichen Wahlkämpfern in den Stadt- und Gemeindeverbänden, die so viele Wochen einen engagierten und fairen Wahlkampf für die CDU und die beiden Wetterauer Direktkandidaten geführt haben.

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