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Kreistagsmitglieder der JU sind enttäuscht über Verhalten des Landrats im Fall Sogamanian
30.01.2012 - Kreis
Themengebiet: Integration, Menschen
Autor: JU - KV Wetterau
Kreistagsmitglieder der JU sind enttäuscht über Verhalten des Landrats im Fall Sogamanian

Friedberg. Im Verlauf der Kreistagssitzung kam die Abschiebung der Familie Sogamanian zur Sprache und wurde lange diskutiert. „Es kann nicht sein, dass sich Landrat Joachim Arnold während der Diskussion im Kreistag hinstellt und sagt, er könne nichts dafür, dass die Familie abgeschoben wird, die Schuld sei beim Land Hessen zu suchen. Gleichzeitig veröffentlicht Arnold aber Presseartikel in denen der Familie Sogamanian vorgeworfen wird, 250000 Euro an staatlichen Leistungen erhalten zu haben“, äußert Patrick Appel, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union (JU) Wetterau. „Ich weiß nicht, was so eine Äußerung über die Höhe des Bezuges staatlicher Leistungen in der Presse zu suchen hat. Ein solches Gebaren passt nicht zu einem Sozialdemokraten“, so Patrick Appel weiter.

 Der ganze Fall rund um die Abschiebung der Familie Sogamanian sei sicher nicht leicht zu beurteilen, aber vor allem sollte hier kein vorschnelles Urteil gefällt werden. „Wenn Landrat Arnold sagt, dass die Familie Sogamanian ganz eindeutig armenische Staatsangehörige seien, und dies damit begründet, dass sie den ‚Kapaner Dialekt‘ verwenden würden, der eindeutig Armenien zuzuordnen sei, dann sei ihm empfohlen, sich einmal die Landkarte anzuschauen. Hier wird er nämlich feststellen, dass Kapan genau auf der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan liegt, und somit die angeblich so eindeutige Zuordnung nach Armenien stark zu bezweifeln ist“, schreibt die Kreistagsabgeordnete und Pressesprecherin der JU Wetterau, Annette Zitzer.

Mit Sicherheit sind im Fall Sogamanian noch einige Fragen zu klären, aber die Junge Union Wetterau hätte sich etwas weniger Scheinheiligkeit von Seiten des Landrats Joachim Arnold während der Diskussion im Kreistag gewünscht. „Unser Landrat ist nicht nur dazu gewählt, die Wetterau auf der ‚Grünen Woche‘ in Berlin zu vertreten, sondern auch, um sich für die Belange der Bürger einzusetzen und das sollte man gerade von einem Sozialdemokraten erwarten können“, äußert Sebastian Wysocki, JU-Kreisvorsitzender und Kreistagsmitglied, abschließend.  
 

Schlagworte: Sebastian Wysocki, JU Wetterau, Landrat, Abschiebung, Menschen

   

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