100.000 Euro für Pilot- und Demonstrationsobjekt – Ministerium fördert Neubau einerBiogasanlage mit Biogasaufbereitung und -einspeisung
„Effiziente Biogasnutzung und Technologieentwicklung wird in Hessen durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt.“ Das sagte Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich heute anlässlich einer Bescheidübergabe in Karben. Das Land fördert den Neubau einerBiogasanlage mit Biogasaufbereitung und –einspeisungmit 100.000 Euro. Die Anlage der Karbener Biogas GmbH dient als Pilot- und Demonstrationsobjekt für wissenschaftliche Begleituntersuchungen durch das Fraunhofer-IWES-Institut und ist damit die fünfte ihrer Art in Hessen.
In der Biogasanlage wird aus landwirtschaftlichem Wirtschaftsdünger (Rindergülle, Pferdemist und Putenmist) und nachwachsenden Rohstoffen Rohbiogas erzeugt, auf Erdgasqualität aufbereitet und in das Gasnetz eingespeist. Insgesamt sollen in der Anlage etwa 36.200 t nachwachsende Rohstoffe und 6.360 t Wirtschaftsdünger jährlich verarbeitet werden. In der geplanten Biogasanlage soll pro Jahr eine Menge von etwa 8,4 Millionen m³ Rohbiogas erzeugt werden. Die Baukosten der Anlage belaufen sich auf rund 10,4 Millionen Euro.
„Biogasanlagen mit Biogasaufbereitung und –einspeisung sind besonders energieeffizient“, so Puttrich. Am effizientesten könne Biogas in nutzbare Endenergie umgewandelt werden, wenn es aufbereitet und anschließend über das Erdgasnetz verteilt und in einem Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung genutzt wird, stellte die Ministerin klar. „Durch die Verwendung in Kraft-Wärme-Kopplung leistet Bioerdgas einen größeren Beitrag zum Klimaschutz als die Biogasnutzung in konventionellen landwirtschaftlichen Biogasanlagen mit Vorortverstromung und ohne wesentliche Wärmenutzung“, so Puttrich abschließend.