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Frauen Union Wetterau: Landesdelegiertentag beschäftigt sich mit der Pflege, Altersarmut und Kinderbetreuung
04.10.2011 - Land
Themengebiet: Soziales
Frauen Union Wetterau: Landesdelegiertentag beschäftigt sich mit der Pflege, Altersarmut und Kinderbetreuung

Delegierte der Wetterauer Frauenunion nahmen am Landesdelegiertentag der CDU Frauen in Lauterbach teil. Drei Schwerpunkte zum Thema Pflege, zu denen erfahrene Klinikleiterinnen sprachen, wurden in verschiedenen Foren angeboten. Bei der kultursensiblen Altenpflege, wies Frau Ute Bychowski, Leiterin einer Einrichtung, auf die kulturellen Bedürfnisse der Älteren, in zunehmendem Maße auch Migranten, hin. Gerade der Glaube, aber natürlich auch die Mahlzeiten, spielten hierbei eine große Rolle.

Die Pflegeheimleiterin, Frau Isabel de Jesus Domicke, sprach zum Thema ambulante und stationäre Pflege. Hierbei legte sie Wert darauf, den Bewohner der Einrichtungen gemäß ihren  Fähigkeiten Mitarbeit anzubieten und ihnen diese nicht abzusprechen. Wichtig seien auch die verschiedensten Abstufungen vor der Heimunterbringung, wie zu Beispiel ambulante Dienste. Im Alltag forderte Frau Domicke größere Aufmerksamkeit für einander, um sich zum Beispiel in der Nachbarschaft mehr für die Mitmenschen einzubringen.

Im Forum Demenz konnte man mit der Leiterin einer solchen Einrichtung, Frau Sylvia-Motz-Sattler, diskutieren. Zurzeit gäbe es in der BRD 1,2 Mio. Demenzkranke, in 2050 würden es 2,6 Mio. sein. Über 60 Prozent erkrankten an der Parkinsondemenz. Erste Anzeichen wie zum Beispiel Vergesslichkeit, Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes, einfacher Sprachgebrauch sollte man ernst nehmen. Bei frühzeitiger Erkennung könne man den Krankheitsverlauf zwar nicht stoppen, aber doch erheblich verzögern.

Die anschließenden behandelten Anträge an die Bundesregierung beinhalteten, die neue Pflege zukunftsfähig zu machen. Hierzu forderte Regina Karehnke, stellv. Vorsitzende der Wetterauer FU und Landesvorstandsmitglied, im Namen der Forumsteilnehmer den Ausbau der Teilzeitangebote. Auch müsse der bürokratische „Überprüfungswahnsinn“ in der Altenpflege gestoppt werden. Eine Minutenpflege kann in der Praxis nicht funktionieren. Der Antrag sah weiterhin vor, die häusliche Pflege zu stärken und den Pflegeberuf attraktiver zu machen.

Ein weiterer Antrag fordert die Erweiterung des Kinderbetreuungszuschusses, da eine Beschränkung auf Kinder unter 6 Jahren, bzw. schulpflichtiger Kinder nicht zeitgemäß sei.

Ein eigener Antrag befasste sich damit, das Elterngeld unangetastet zu lassen. Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung für Schulkinder und Jugendliche weiter zu flexibilisieren und auszubauen war den CDU Frauen ebenfalls einen Antrag wert. Alle Anträge wurden einstimmig beschlossen.


Bildunterschrift:
v.l. Gabi Meyer-Burkhaus, Regina Karehnke, Staatssekretärin Petra Müller-Klepper, Almut Wilser und Jutta Heck.

Schlagworte: Senioren, Frauen Union, Soziales

   

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