„Würzburger Erklärung“ wird vom Kreisvorstand beraten
Friedberg. Während ihrer Klausurtagung in Würzburg hatte sich die Junge Union Wetterau intensiv mit dem Thema Energiewende und den erneuerbaren Energien auseinandergesetzt. Hierzu wurde auch eine „Würzburger Erklärung“ verfasst, die nun, nach einer weiteren abschließenden Beratung der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.
"Uns ist bewusst, dass der Wechsel zu erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren ein entscheidendes Thema in der Politik sein wird und natürlich sind wir als junge Generation auch besonders davon betroffen. Deswegen haben wir uns ausführlich mit den Möglichkeiten der Energiewende auseinander gesetzt“, berichtet der stellvertretende JU-Kreisvorsitzende Fridolin Pflugmann. Die Vorstandsmitglieder der Jungen Union Wetterau hoffen, dass der Kreis seine Vorbildfunktion wahrnehmen wird und die Energieeffizienz der kreiseigenen Gebäude in den nächsten Jahren steigern, beziehungsweise den Energieverbrauch senken wird. Eine Möglichkeit, diese Vorbildfunktion wahrzunehmen besteht nach Ansicht der JU Wetterau auch darin, dass auf kreiseigenen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen installiert werden. Mit dem daraus resultierenden Gewinn könnte der Wetteraukreis dann auch einen Teil seiner Schulden abbauen. Wir setzen uns auch dafür ein, dass das Stromversorgungssystem der Zukunft deutlich flexibler wird, um den Mix aus den verschiedenen erneuerbaren Energien sinnvoll nutzen zu können“, teilte Fridolin Pflugmann weiterhin mit. „Dazu gehört auch, dass neue Speicherkapazitäten für die gewonnene Energie aus Wasser, Wind und Sonne entwickelt werden, da diese Energiequellen natürlich wetterabhängig sind und so jeweils unterschiedlich viel Strom produzieren können“, so Pflugmann weiter. Als erstrebenswertes Ziel für die OVAG sieht die Junge Union Wetterau an, dass es bis 2020 gelingen sollte, rund 80 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen.
Auch setzt sich die Junge Union Wetterau dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger verstärkt in den Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien eingebunden wird. Denn schließlich stellen die Errichtung von Windkraftanlagen, Solarparks und Biogasanlagen einen Eingriff in die Landschaft dar und ziehen auch teilweise ein Lärm- und Geruchsbelästigung nach sich. „Durch die Einbeziehung der Bürger in die Standortsuche für solche Anlagen und vermehrte Informationskampagnen soll die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die notwendigen Anlagen zur Gewinnung der erneuerbaren Energien erhöht werden“, so die Pressesprecherin der JU Wetterau, Annette Zitzer.
Weiterhin macht sich die JU Wetterau dafür stark, dass eine verbindliche Abstandsregelung für Windkraftanlagen von mindestens 1100 Metern zur Wohnbebauung gesetzlich festgeschrieben wird, denn Hessen ist das einzige Bundesland, in dem ein solcher Mindestabstand nicht vorgeschrieben wird.
„Wenn die Wertschöpfung aus dem Einsatz erneuerbarer Energien in der Region bleibt, dann können wir auch davon ausgehen, dass Wohlstand und Arbeitsplätze im Wetteraukreis erhalten und ausgebaut werden können“, äußerte Annette Zitzer abschließend.